Pressemitteilungen

Presseerklärung – „Arroganz der Macht“ – Linke kritisiert Siebert und warnt vor Rüstungsansiedlung

Kassel, 23.04.2026

Die Kreistagsfraktion der Partei Die Linke im Landkreis Kassel reagiert mit scharfer Kritik auf die Äußerungen von Landrat Andreas Siebert zur Debatte um ein Rüstungsprojekt in Nordhessen.

In einem Bericht der Hessische/Niedersächsische Allgemeine werden Kritikerinnen und Kritiker als „Querköpfe“ bezeichnet. Für die Linke ist das ein politischer Tabubruch.

Der Fraktionsvorsitzende Jan Kersting erklärt:
„Wer engagierte Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker als „Querköpfe“ abkanzelt, zeigt eine erschreckende Arroganz der Macht. So geht man nicht mit demokratischem Widerspruch um.“

Kersting stellt klar:
„Ich bin seit Jahren ein klarer Kritiker der Rüstungsindustrie. Rüstungsansiedlungen sind keine normalen Wirtschaftsprojekte, sie werfen grundlegende Fragen von Frieden, Sicherheit und Verantwortung auf. Genau deshalb braucht es kritische Stimmen und keine Diffamierung.“

Besonders empörend sei die in diesem Zusammenhang diskutierte Idee, kommunale Entscheidungen zu umgehen:
„Wer kommunale Parlamente entmachten will, weil ihm die Ergebnisse nicht passen, verabschiedet sich vom Prinzip der kommunalen Selbstverwaltung. Das ist politisch brandgefährlich.“

Wenn vor Ort demokratische Mehrheiten Rüstungsprojekte ablehnen, muss auch ein Landrat solche Entscheidungen akzeptieren. Anderenfalls mutiert er vom Landrat zum Landgrafen. Demokratie ist, auch wenn einem Entscheidungen mal nicht gefallen.

Die Forderung der Fraktion ist eindeutig:
„Herr Siebert muss sich unverzüglich öffentlich entschuldigen. Alles andere beschädigt das Vertrauen in demokratische Institutionen.“

Abschließend betont Kersting:
„Die Debatte um Rüstungsprojekte gehört offen geführt, mit Argumenten und nicht mit Abwertung. Demokratie ist kein Störfaktor, sondern die Grundlage jeder Entscheidung.“

Presseerklärung – Mut zur Wahrheit statt Landebahnen für Einhörner

Kassel, 17.04.2026

Der verkehrspolitische Sprecher der Fraktion Die Linke im Kreistag des Landkreises Kassel, Torsten Felstehausen, kritisiert die jüngsten Äußerungen des Aufsichtsratsvorsitzenden des Flughafens Kassel scharf.

„Dem Aufsichtsratsvorsitzenden fehlt offenbar der Mut und die Aufrichtigkeit, das endgültige Scheitern des Projekts ‚Flughafen Kassel‘ einzugestehen“, erklärt Felstehausen. „Nachdem trotz aller Warnungen über 500 Millionen Euro in Roland Kochs Traum vom Airport geflossen sind, wäre es jetzt an der Zeit, endlich die Reißleine zu ziehen.“

Stattdessen würden erneut „Nebelkerzen geworfen und Landebahnen für Einhörner geplant, von dem schon heute klar ist, dass diese nicht gebraucht werden“, so Felstehausen weiter. Keines der genannten Zukunftsszenarien – weder im Bereich Drohnen, Logistik noch militärische Nutzung – werde für die notwendige Auslastung sorgen. „Keines dieser Projekte rechtfertigt einen 24/7-Flughafen. Und keines rechtfertigt die jährlichen Millionensubventionen, die an anderer Stelle in Nordhessen so dringend benötigt werden.“

Besonders kritisch sieht Felstehausen die politische Einordnung der aktuellen Situation: „Dass der Aufsichtsratsvorsitzende Till Kaesbach die desaströse Bruchlandung eines sogenannten Leuchtturmprojekts nun als Neustart verkauft, zeigt, wie weit sich die Wiesbadener Politik von der Realität in Nordhessen entfernt hat.“

Aus Sicht der LINKEN ist jetzt ein klarer Kurswechsel notwendig: „Es wäre erforderlich, endlich die Konsequenzen zu ziehen und den Flughafen zumindest zu einem Verkehrslandeplatz herabzustufen. Bereits dieser Schritt könnte erhebliche Mittel einsparen“, so Felstehausen abschließend.

Presseerklärung – Ohne uns steht alles still

Die Linke fordert Anerkennung von Sorgearbeit, verlässlichen Schutz vor Gewalt und ein Ende der androzentrischen Perspektive.

Am 8. März lud Die Linke Kassel-Land zu einer bemerkenswerten Kinoveranstaltung im Kino Wolfhagen ein.
Der Dokumentarfilm „Ein Tag ohne Frauen“ stellte eindrücklich dar, was passiert, wenn diejenigen, die den Großteil der bezahlten und unbezahlten Sorgearbeit leisten, einen Tag aussetzen. Kinder waren herzlich willkommen, es gab Verpflegung, und im Anschluss entstand in einer offenen Runde Raum für wertvollen Austausch über Diskriminierung aufgrund von Geschlecht, Herkunft und sozialer Lage, in angenehmer und freundlicher Atmosphäre.
Der 8. März bleibt ein Tag des feministischen Protests und der Organisierung, von den Kämpfen für Wahlrecht und bessere Arbeitsbedingungen bis hin zu heutigen Bündnissen gegen Patriarchat, Armut und Ausbeutung. Im Landkreis Kassel schafft Die Linke Orte, an denen Betroffene zusammenkommen, sich vernetzen und für eine gerechte Gesellschaft eintreten.
„Wir sind froh, etwas auf die Beine gestellt zu haben, und freuen uns , dass unser Angebot so herzlich angenommen wurde. Der Film unterstreicht noch einmal deutlich, wie wichtig es ist, dass wir gemeinsam für ein gutes Leben einstehen“, betont Laura Maschke. „Die Aktion war ein voller Erfolg und unterstreicht unser anhaltendes Engagement für Feminismus und soziale Gerechtigkeit“, stimmt Andrea Gärtner zu. Ob es im nächsten Jahr wieder eine Kinovorstellung sein wird, oder andere Aktionen geplant sind, sei zum jetzigen Zeitpunkt noch offen.

Presseerklärung – Aus schlechtem Bürgergeld wird die noch schlechtere Grundsicherung

Zum Beschluss des Bundestags erklärt Marjana Schott, Sprecherin der Linken im Landkreis Kassel:
Die Bundesregierung verzerrt die Realität. In ihrer Darstellung muss man Erwerbslose durch harte Strafen zwingen zu arbeiten. Die Wahrheit sieht anders aus.
„Menschen, die Hilfe brauchen, sollen sich weiterhin auf Unterstützung verlassen können. Wer aber arbeiten kann, muss daran mitwirken, seinen Lebensunterhalt selbst zu bestreiten. Rechte und Pflichten sollen verbindlicher und Konsequenzen spürbarer werden. Gleichzeitig sollen die Jobcenter die Arbeitssuchenden besser auf ihrem Weg in Arbeit unterstützen können“, heißt es auf der Seite der Bundesregierung.
„Tatsächlich ist verlassen, wer sich auf die Unterstützung des Jobcenters verlässt. Hohe bürokratische Hürden, Sprachbarrieren, wochenlanges Warten auf Geld und Beratung sind an der Tagesordnung. Reduzierte Erreichbarkeit seit Beginn des Jahres ist in Kassel Standard. Unterstützung bei der Antragstellung? Komplette Fehlanzeige! Gemeinnützige Beratungsstellen machen diese Arbeit des Jobcenters schon seit Jahren. Auf Vermittlung in Arbeit wartet man meist vergebens, um Weiterbildung oder andere Unterstützung muss man kämpfen. So sieht die Realität der Betroffenen oft aus. Wer das nicht glauben will, ist herzlich eingeladen, uns bei der Sozialsprechstunde zu helfen.“
Aus unserer Sicht ist das vorgelegte Gesetz ein Irrweg, der das Leben der Betroffenen verschlechtert, die Integrationschancen sinken lässt und zudem zu sehr viel mehr bürokratischem Aufwand führen wird. Fördern stand von Anfang an im Gesetz. Nach 20 Jahren wäre es an der Zeit, es auch zu tun.

Presseerklärung zum 8. März 2026

Die Linke Kassel-Land lädt anlässlich des 8. März zu einer besonderen Veranstaltung ins Kino Wolfhagen ein.

Unter dem Titel „Ein Tag ohne Frauen“ wird ein Film gezeigt, der sichtbar macht, wie sehr unser Alltag von Sorgearbeit, Erwerbsarbeit, gesellschaftlichen Erwartungen und politischem Druck geprägt ist und was es bedeuten würde, wenn diejenigen, die diese Arbeit überwiegend übernehmen, ihre Arbeit niederlegen. Die kostenfreie Veranstaltung im Landkreis richtet sich an Menschen, die in Familie, Pflege, Betreuung und im Beruf Verantwortung tragen, deren Arbeit oft unsichtbar bleibt und selten anerkannt wird. Kinder sind willkommen, für Verpflegung ist gesorgt, im Anschluss ist Zeit für Austausch, Fragen und Vernetzung. Damit wollen wir ein ergänzendes Angebot im Landkreis schaffen, denn viele Veranstaltungen rund um den 8. März konzentrieren sich auf die Stadt Kassel.


„Der Streit um Gleichberechtigung ist für mich keine Nische, sondern eine Bewegung für alle, die von Ungleichheit betroffen sind und wir kommen nur weiter, wenn wir uns zusammenschließen und gemeinsam laut werden“, sagt Laura Maschke, Kandidatin auf Platz 2 der Kreistagsliste von Die Linke Kassel-Land. „Der 8. März erinnert uns daran, dass Rechte nicht geschenkt werden, sondern erkämpft worden sind und weiter erkämpft werden müssen. Wir wollen Brot für materielle Sicherheit und Rosen für Würde, Respekt und Lebensfreude, ein gutes Leben für alle, nicht nur für einige. Gerade im ländlichen Raum wollen wir Räume schaffen, in denen sich Menschen gegenseitig stärken, Erfahrungen teilen und politisch aktiv werden können, da sehe ich unseren Auftrag.“ Maschke betont, dass Ungleichheit viele Gesichter hat und nicht nur Frauen betrifft, sondern auch Menschen, die wegen ihrer Geschlechtsidentität ausgegrenzt werden, etwa lesbische, trans, inter, nicht-binäre oder agender Personen. „Wir setzen uns für eine Gesellschaft ein, in der Fürsorge geachtet und gerecht verteilt wird, in der gleiche Rechte für alle gelten und niemand wegen Geschlecht oder Identität entrechtet oder bedroht wird.“

Andrea Gärtner, Kandidatin auf Platz 6 der Kreistagsliste, unterstreicht die politische Dimension des 8. März. „Wenn wir von einem Tag ohne Frauen sprechen, dann meinen wir nicht nur einen symbolischen Ausfall, sondern machen sichtbar, wieviel unbezahlte und unterbezahlte Arbeit jeden Tag geleistet wird und wie sehr dieses System davon lebt, dass diese Arbeit unsichtbar bleibt“, erklärt Gärtner. „Wir kämpfen gegen patriarchale Strukturen, gegen ökonomische Abhängigkeit, Diskriminierung und Gewalt, und wir tun das bewusst intersektional, weil Menschen unterschiedlich stark von Rassismus, Klassismus, Queerfeindlichkeit oder Behinderung betroffen sind.“

Die Linke verbindet die Kinovorstellung mit einer Einladung, sich weiter politisch zu engagieren. Am 9. März geht der Kampf mit dem intersektionellen Frauenstreik in Kassel weiter, bei dem viele Gruppen gemeinsam auf die Straße gehen, um gegen patriarchale, rassistische und kapitalistische Strukturen zu protestieren und für bessere Arbeitsbedingungen, höhere Löhne in der Sorgearbeit und ein solidarisches Miteinander einzutreten. „Wir sind viele und Gleichberechtigung kann es nur geben, wenn niemand ausgeschlossen wird“, heißt es im Aufruf.

„Ein Tag ohne Frauen“ im Kino Wolfhagen soll ein Raum sein, in dem Betroffene, Verbündete und Interessierte zusammenkommen, voneinander lernen und sich vernetzen, um gemeinsam für Veränderung einzustehen.

Presseerklärung zu den Frauenhäusern im Landkreis Kassel

Die Linke im Kreistag Kassel fordert mehr Schutzplätze und konsequente Maßnahmen gegen häusliche Gewalt

Wie die HNA kürzlich berichtete stieg die Zahl häuslicher Gewalttaten im Landkreis Kassel im Jahr 2024 deutlich. Insgesamt wurden 410 Fälle gemeldet, was ein ein erneuter Zuwachs gegenüber dem Vorjahr ist. Darunter befinden sich 232 Fälle von Körperverletzung, 65 Bedrohungen sowie 22 Stalking-Delikte. Gleichzeitig sind die Schutzkapazitäten vor Ort völlig unzureichend: Das Frauenhaus Kassel verfügt über lediglich 24 Plätze und musste im vergangenen Jahr 78 Frauen abweisen.

Für Die Linke im Kreistag Kassel ist diese Entwicklung alarmierend.

„Die steigenden Zahlen zeigen deutlich: Häusliche Gewalt ist auch bei uns im Landkreis ein massives Problem und die bestehenden Schutzangebote reichen bei weitem nicht aus“, erklärt Christine Hoffmann, Kreistagsabgeordnete der Linken. „Wenn Frauen in akuter Not abgewiesen werden müssen, ist das ein politisches Versagen. Wir dürfen Betroffene nicht alleine lassen.“

Häusliche Gewalt umfasst nicht nur körperliche Übergriffe. Viele Frauen erleben psychische, sexuelle oder finanzielle Gewalt, etwa wenn Partner das Einkommen kontrollieren und gezielt Abhängigkeiten schaffen. Aus Angst vor weiterer Eskalation erstatten Betroffene häufig keine Anzeige, suchen jedoch Beratung und Schutz. Frauenhäuser leisten dabei weit mehr als kurzfristige Unterbringung: Sie unterstützen bei der Wohnungssuche, bei Behördengängen, im Umgang mit Gerichten und beim Aufbau eines eigenständigen Lebens ohne Gewalt.

„Eine Nacht Schutz reicht nicht. Frauen brauchen langfristige Perspektiven und echte Sicherheit“, betont Jan Kersting, ebenfalls Kreistagsabgeordneter der Linken. „Wir fordern mindestens doppelt soviel Schutzplätze im Landkreis, finanziert aus dem Kreishaushalt und durch Unterstützung des Landes Hessen. Statt Kürzungen braucht es endlich eine solide und dauerhafte Finanzierung.“

Die internationale Übereinkunft Istanbul-Konvention verpflichtet die Unterzeichnerstaaten, ausreichend Schutzplätze für von Gewalt betroffene Frauen bereitzustellen. Zudem verpflichtet das neue Gewalthilfegesetz Bund und Länder zu einer bedarfsgerechten Ausstattung der Hilfestrukturen. Nach Ansicht der Linken klaffen Anspruch und Realität jedoch weiterhin auseinander.

Neben dem Ausbau der Schutzplätze fordert Die Linke auch eine konsequentere Täterverfolgung, schnelle Schutzanordnungen sowie verstärkte Präventionsarbeit in Schulen und Familien.

„Gewalt ist keine Privatsache, sondern ein gravierender Machtmissbrauch“, so Hoffmann weiter. „Wir müssen Täter stoppen und gleichzeitig dafür sorgen, dass Frauen finanziell unabhängig leben können: durch faire Löhne, sichere Arbeitsplätze, Ausbildungsmöglichkeiten und eine verlässliche Kinderbetreuung. Nur so beenden wir auch finanzielle Abhängigkeit und Gewaltstrukturen.“

Die Linke im Kreistag Kassel kündigt an, das Thema mit Nachdruck in die politischen Beratungen einzubringen und drängt Landkreis und Land auf sofortige Maßnahmen.

„Jede Frau und jedes Kind hat das Recht auf ein Leben ohne Angst. Dafür tragen wir politische Verantwortung“, so Kersting abschließend.

Presseerklärung zum Kommunalantritt in Naumburg

Die Linke in Naumburg hat ihre Kandidierendenliste für die Kommunalwahl 2026 beschlossen. In einer lebhaften und engagierten Wahlversammlung einigten sich die Mitglieder darauf, auch künftig ihre kommunalpolitischen Erfahrungen und unterschiedlichen beruflichen Perspektiven in die Stadtverordnetenversammlung einzubringen.

Die Linke ist seit vielen Jahren in der Stadtverordnetenversammlung Naumburg vertreten und versteht sich als verlässliche Stimme für soziale Gerechtigkeit und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Für die kommende Wahl wurden insgesamt acht Kandidierende nominiert – fünf Frauen und drei Männer.

Christine Hoffmann, Spitzenkandidatin auf Listenplatz 1 und langjährige Stadtverordnete, betont den politischen Anspruch der Liste:
„Wir sind uns einig, dass die richtige Antwort auf Versuche, unsere Gesellschaft zu spalten, Solidarität heißt. In der kommunalpolitischen Arbeit werden wir soziale Gerechtigkeit konsequent in den Mittelpunkt stellen – sei es beim Erhalt und Ausbau der Infrastruktur, bei Fragen der Energiegewinnung oder beim Klima- und Naturschutz.“

Auch Transparenz und Beteiligung spielen für die Kandidierenden eine zentrale Rolle. Sie sprechen sich für mehr Mitwirkungsmöglichkeiten der Bürgerinnen und Bürger sowie für nachvollziehbare kommunale Entscheidungsprozesse aus.

Jan Kersting, Kreisvorsitzender der Linken, erklärt dazu: „Gerade auf kommunaler Ebene zeigt sich, wie wichtig klare politische Prioritäten sind. Eine Stadt lebt nicht von Kürzungen und Verwaltung allein, sondern von Investitionen in soziale Infrastruktur, Beteiligung und Zusammenhalt. Dafür steht diese Liste.“

Die weiteren Listenplätze belegen:
Michael Faulhaber, Chris Zeeh, Klaus Albrecht, Karin Albrecht, Gabi Fiedler, Petra Fiedler und Horst Kappauf.

Presseerklärung Frühe Hilfen werden ausgehöhlt, Landkreis riskiert Versorgungslücken aus Spargründen

Die Linke im Kreistag kritisiert das Vorgehen des Landkreises bei den Frühen Hilfen scharf. Durch die Kündigung bestehender Leistungsvereinbarungen mit freiberuflichen Fachkräften gibt es ab Januar, zumindest vorerst, erhebliche Versorgungslücken für Familien, Schwangere und junge Eltern.

Auch wenn der Landkreis formal erklärt, die Frühen Hilfen nicht abzuschaffen, zeigt der HNA- Artikel von heute deutlich: In der Praxis stehen zentrale Angebote vorerst nicht mehr zur Verfügung. Gleichzeitig werden bewährte fachliche Standards zur Disposition gestellt.

Jan Kersting, Kreistagsabgeordneter der Partei Die Linke, erklärt dazu:

„Was hier als notwendige Anpassung verkauft wird, ist in Wahrheit eine Sparmaßnahme auf dem Rücken von Familien und Fachkräften. Wenn bestehende Verträge gekündigt werden und neue Verträge nicht den selben Standard bieten, dann ist das faktisch ein Abbau der Frühen Hilfen.“

Besonders problematisch ist aus Sicht der Linken, dass die fachliche Kritik der beteiligten Familienhebammen sowie der Gesundheits- und Kinderkrankenpflegekräfte kaum ernsthaft aufgegriffen wurde. Diese weisen ausdrücklich darauf hin, dass ohne ausreichende Supervision, Zeitkontingente und angemessene Vergütung die Qualität der Arbeit leidet und das mit direkten Folgen für belastete Familien.

Kersting weiter:

„Der Landkreis argumentiert mit Haushaltszwängen, blendet aber die langfristigen Konsequenzen aus. Frühe Hilfen sind Prävention. Wer hier spart, riskiert höhere Kosten sowohl in der Jugendhilfe als auch im Gesundheitssystem und letztlich menschliches Leid.“

Die Linke fordert den Landkreis Kassel auf, die Leistungsvereinbarungen so zu gestalten, dass sie fachlich tragfähig sind und den tatsächlichen Anforderungen der Arbeit entsprechen. Ziel muss es sein, die Kontinuität der Frühen Hilfen sicherzustellen, statt Angebote durch Sparlogik schleichend auszuhöhlen.

Sozialpolitik darf nicht allein unter Haushaltsvorbehalt stehen. Gerade in Krisenzeiten braucht es verlässliche Unterstützung für Familien!

Presseerklärung zum Kommunalantritt in Wolfhagen

Die Linke wird zur kommenden Kommunalwahl erstmals mit einer eigenen Liste in Wolfhagen antreten. Der noch junge Ortsverband der Partei will neue Impulse in der lokalen Politik setzen und soziale, ökologische sowie solidarische Themen stärker in den Mittelpunkt rücken.

Der Kreisvorsitzende Jan Kersting begrüßt den Schritt ausdrücklich:

„Dass wir nun auch in Wolfhagen antreten, ist ein wichtiges Signal. Viele Menschen wünschen sich transparente Politik, soziale Gerechtigkeit und eine starke öffentliche Daseinsvorsorge. Wir freuen uns, dass sich in Wolfhagen ein motiviertes Team gefunden hat, das genau dafür einsteht.“

Die Linke Wolfhagen hat zwölf Kandidierende nominiert, davon zehn Frauen. Kersting ergänzt dazu:

„Das ist ein beeindruckend starkes weibliches Signal. Wir sind stolz darauf, dass Feminismus und echte Gleichstellung bei uns nicht nur als Schlagworte existieren, sondern sichtbar in unserer Liste in Wolfhagen vertreten sind.“

Angeführt wird die Liste von Nadine Schomburg, die sich besonders für Umwelt- und Nachhaltigkeitspolitik starkmacht.

„Wir wollen auch in Wolfhagen soziale und ökologische Themen miteinander verbinden und daran mitarbeiten, dass Klimaschutz fair umgesetzt wird“, betont Schomburg, die sich viele Jahre ehrenamtlich sozial engagiert hat. „Klimaschutz ist Gesundheitsschutz und darf kein Luxus sein. Wir fordern und fördern sozial gerechte Lösungen, die allen Menschen zugutekommen.“

Auf vier vorderen Listenplätzen stehen:

Platz 1 – Nadine Schomburg

Platz 2 – Melanie Abel

Platz 3 – Christian Schinke

Platz 4 – Alina Biermann

Presseerklärung zum Kommunalantritt in Fuldatal

Die Linke Fuldatal hat ihre Liste für die Kommunalwahl 2026 aufgestellt. Auf der Liste stehen Menschen aus unterschiedlichen Altersgruppen, Berufen und Lebenssituationen. Sie alle eint der Anspruch, eine Gemeinde mitzugestalten, die niemanden ausgrenzt oder vergisst, soziale Gerechtigkeit stärkt und ökologische Verantwortung ernst nimmt. Die Kandidierenden bringen Erfahrungen aus Nachbarschaftsarbeit, Vereinsleben und beruflichem Engagement mit. Sie kennen die Herausforderungen vor Ort und möchten politische Entscheidungen nachvollziehbar machen, die soziale Infrastruktur stärken und Fuldatal als lebenswerten Ort für alle erhalten. 

Als Spitzenkandidat wurde der 34 Jahre alte Sven Detmers gewählt, auf den weiteren Listenplätzen folgen:

  1. Luca Finn Thomas
  2. Markus Alexander Rhein
  3. Timo Boakye
  4. Laura Maschke
  5. Indira Loraine Platte
  6. Annika Hofacker
  7. Henrike Haggeney
  8. Ronald Uithol
  9. Astrid Brigitte Jütte Boakye
  10. Sonja Maschke
  11. Stephan Maschke
  12. Dorothee Jünemann
  13. Achim Jünemann

Die Linke Fuldatal steht dafür, lokale Politik nahbar zu gestalten und konkrete Verbesserungen im Alltag der Menschen zu erreichen. 

Sven Detmers: „Unsere Liste zeigt, wie vielfältig und engagiert die Menschen in Fuldatal sind. Wir wollen ansprechbar sein, zuhören und Politik so gestalten, dass sie sich spürbar positiv auf das Leben der Menschen auswirkt. Mir ist wichtig, dass niemand übersehen wird, weder im sozialen Bereich noch beim Thema Wohnraum, Mobilität oder Teilhabe.“ Jan Kersting (Vorsitzender des Kreisverbands)zeigt sich erfreut: „Die starke und ausgewogene Liste in Fuldatal macht deutlich, wie lebendig unser Kreisverband ist. Kommunalpolitik ist die Ebene, auf der soziale Gerechtigkeit unmittelbar erfahrbar wird. Die Kandidierenden in Fuldatal zeigen Mut und Haltung, sie stehen für eine linke Politik, die sich an den Bedürfnissen der Menschen orientiert und Verantwortung für die Zukunft übernimmt.“

Presseerklärung zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. November 2025

Anlässlich des Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen erklärt Marjana Schott, Vorsitzende der Linken im Landkreis Kassel:

„Jedes Jahr werden wir aufs Neue mit schockierenden Zahlen zu Gewalt gegen Frauen und Mädchen konfrontiert. Es tritt keine Trendwende ein, weder bei bei Zahlen noch den hilflosen Bemühungen durch immer neue Gesetze mehr Sicherheit zu schaffen.“

Beinahe täglich wird in Deutschland eine Frau oder ein Mädchen ermordet. Laut Statistik gab es im Jahr 2024 328 Mädchen und Frauen, die als Opfer vollendeter Tötungsdelikte erfasst wurden.

Die Fälle von Mobbing, Bossing, Belästigung, Körperverletzung sind nach wie vor geprägt durch eine hohe Dunkelziffer. Erfasst wurden 53.451 weibliche Opfer von Sexualdelikten  wobei knapp die Hälfte der Opfer minderjährig waren. Es gab 187.223 weibliche Opfer Häuslicher Gewalt. 

In diesem Jahr wurden bereits 80 Femizide in Deutschland gezählt.

Schott weiter: „Es braucht nicht mehr Gesetze: Mobbing, Belästigung, Körperverletzung und Tötung sind Straftatbestände. Ein Gesetz verhindert Straftaten nicht. Es braucht Prävention, die in der Schule beginnt, Sozialarbeit, Antiaggressionstraining, Beratung und Unterstützung. Die vollständige Umsetzung der Istanbul-Konvention muss sichergestellt werden. Nur so kann ein gesellschaftliches Klima entstehen, in dem Männer daran gehindert werden sich in Täter zu verwandeln. Es braucht auch Personal bei Polizei und Justiz, um Schutz und Strafe zu ermöglichen. Das kostet Bildung, Personal und somit Geld, aber am Ende schafft nur das Sicherheit für Frauen.“

Um das Thema in die Öffentlichkeit zu tragen veranstaltet Die Linke am 25.11.2025  ab 16.00 Uhr in Baunatal am Marktplatz eine Gedenk- und Mitmachveranstaltung zu der wir herzlich einladen.


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